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Buch Staffan Lindeberg, Teil 3. - Gesunde Ernährung

Empfehlenswerte Lebensmittel* sind solche, die Menschen auch während Ihrer Evolution gegessen haben. Diese Art der Ernährung ist glutenfrei, hefefrei, glutamatfrei, salzarm, saccharosefrei, milchzuckerfrei (lactosefrei) und milcheiweissfrei (kaseinfrei).

Mageres Fleisch
Es ist empfehlenswert Fleisch von Tieren zu essen, die im Freiland aufgezogen wurden und ohne Getreide zusätzlich gefüttert wurden. Mageres Fleisch ist sehr sättigend und bekämpft Übergewicht und infolge damit auch Insulin-Resistenzen und das sogenannte metabolische Syndrom. Die Wahrscheinlichkeit, dass durch Fleischverzehr unverdaute Proteine in den Körper gelangen und Autoimmun- oder allergische Reaktionen hervorrufen, ist als sehr gering zu betrachten.

Fisch
Fisch hat dieselben Vorteile wie mageres Fleisch und enthält zusätzlich Omega-3-Fettsäuren, die eine Reihe von mehr oder weniger bewiesenen positive Effekte auf die Gesundheit haben.

Gemüse
Der Verzehr von viel Gemüse verhindert wahrscheinlich das Risiko vieler ernährungsbedingter Erkrankungen. Gemüse enthalten eine Vielzahl von Nährstoffen in reichlichen Mengen mit dem Potential Herzkreislauferkrankungen, Demenz, Krebs und Osteoporose zu verhindern.

Obst
Frisches Obst ist fast genauso gesundheitsfördernd wie Gemüse und mit derselben Bandbreite an wichtigen Nährstoffen. Die Energiedichte von Obst ist allgemein höher als bei Getreide und niedriger als die von Gemüse. Die Gefahr von Gesundheitsschäden durch die im Obst enthaltene Fruktose liegt selbst beim Verzehr von täglich 4kg Ananas unter dem in Tier-Versuchen gefundenen Grenzwert.

Wurzelgemüse
Menschen sind sehr gut für den Verzehr von Wurzelgemüse angepasst. Sie werden als Hauptnahrungsquelle empfohlen. Nichtsdestotrotz ist eine gewisse Vorsicht geboten, weil sie manchmal schädliche Substanzen enthalten, die jedoch in den meisten Fällen durch normales Kochen neutralisiert werden. Kartoffeln haben einen hohe glykämische Last und können - jedenfalls kurzzeitig - für Probleme bei Diabetikern sorgen. Kaufen Sie möglichst alte Sorten. Sie enthalten meist mehr Fasern und erhöhen die Sättigung. Es ist empfehlenswert, möglichst viele verschiedene Wurzel- und Blattgemüse in der Küche zu verwenden. Wurzelgemüse sind am besten im Dampfdruck-Topf zu garen, weil damit evt. vorhandene Lektine und bioaktive Eiweisse zerstört werden.

Leitungswasser
Das beste Getränke während einer Mahlzeit ist sauberes Leitungswasser. Wasser anstelle von Saft, Pop-Up-Getränken oder Bier oder Wein zu trinken hilft die Figur beizubehalten. Von Mineralwasser ist abzuraten, weil Sie dadurch unnötige Mineralien (Salze) aufnehmen.

Nüsse
Nüsse sind genauso gesundheitsförderlich wie Obst, aber sie sollten nur in Maßen gegessen werden. Erdnüsse sind keine Nüsse (sondern gehören zu den Hülsenfrüchten genauso wie die Sojabohne) und sollten gemieden werden. Trockenfrüchte sind akzeptabel, aber aufgrund ihres niedrigen Wassergehalts können sie - wenn Sie nicht aufpassen - schnell zu einem Kalorienüberschuss führen. Nüsse enthalten Phytinsäure und Omega-6-Fettsäuren, aber in nur geringen Mengen.

Abwechslung
Neben den hier empfohlenen Lebensmittel ist es ebenso wichtig, für soviel abwechslungsreiche Kost wie möglich zu sorgen, um das Risiko der Aufnahme von biologisch aktiven Substanzen zu streuen und gering zu halten. Wenn aus einer reichen Auswahl an Obst und Gemüse jeweils wenig gegessen wird, ist das ratsamer als viel von wenigen Sorten zu essen. Besonders aufpassen sollten Sie beim Verzehr von Getreide, Bohnen und zu einem geringen Anteil bei bestimmten Wurzelgemüsen. Kochen Sie - sooft es geht - im Dampfgarer, das verringert auch Ihren Energieverbrauch. Dampfgaren schont ausserdem viele Vitamine und Nährstoffen und zerstört Lektine und andere schädliche Inhaltsstoffe. Wenn Sie nicht sicher sicher sind, ob Sie auf  ein bestimmtes Nahrungsmittel empfindlich reagieren, testen Sie es vorsichtig aus, indem Sie es eine zeitlang weglassen und Ihre Befindlichkeit beobachten.

Kompromisse
Nur wenige werden in der Lage sein, den hier angegebenen Ernährungsplan 1:1 umzusetzen und werden Kompromisse eingehen. Egal wie diese aussehen, wird es immer ratsam sein, den Anteil unserer ursprünglichen Ernährung so gross wie möglich zu gestalten. Viele der gesundheitsschädigenden Nahrungsmittel (Getreide, Bohnen, Milchprodukte, Schokolade, Kekse, Chips, usw.) werden in geringen Mengen keinen Schaden anrichten. Das Problem ist, das niemand weiß, wo der Grenzwert liegt, ab wann eine Schädigung wahrscheinlich wird und das wird wohl auch für die nähere Zukunft so bleiben. Gerichte im Ofen (z.B. Römertopf) zuzubereiten ist gesünder als zu braten oder zu frittieren. Benutzen Sie viele Kräuter. Sie ersetzen sehr gut das Salz und machen Speisen schmackhafter und bekömmlicher.

*aus dem Buch Staffan Lindeberg "Food and Western Disease"
(Prof. Lindeberg (†2016) hat dem Autor in einer persönlichen e-mail erlaubt, diese Übersetzungen zu veröffentlichen)


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