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Vernichtende Kritik an der Osteopathie / Craniosacral "Therapie", Teil 3

Einleitung - der Brückenschlag zu Scientology
Um Scientology zu verstehen, muss man in die Tiefen von Scientology vordringen. Das bleibt einem Nicht-Scientologen jedoch verwehrt und selbst die, die in der Organisation tätig sind, können niemals alles überblicken, denn Scientology ist derart ineinander verschachtelt, dass nur ganz wenige hier den wortwörtlichen Durchblick haben. Man ist also auf Berichte von ehemaligen Mitgliedern angewiesen und je verschiedener deren Funktionen und Aufgaben waren, desto vollständiger wird das Bild, das man von Scientology gewinnt. Und je gefährlicher die Aussteiger für die Organisation werden können, desto mehr werden diese dann posthum diskriminiert, diskreditiert und nicht selten für verrückt erklärt. Bitte lesen Sie im letzten Buch von Ursula Caberta hierzu.

"Etwas, was auf einer Unwahrheit beruht, kann nicht hinterher zu einer Wahrheit umgeformt werden, nur weil man sich anderer Wahrheiten bedient" (Zitat Dr. Ricardo Reis, Mathematiker und Logiker, Universität Lissabon)

Um die Osteopathie und deren bekannten Abkömmling die sogenannte "Craniosacrale Therapie" zur verstehen, muss man sich mit der hier zur Anwendung kommenden "osteopathischen Diagnostik" beschäftigen und die darauf aufbauenden Behandlungsmethoden genauer ansehen.
Der Laie versteht davon nichts und kein Patient muss eine Behandlungsmethode verstehen, damit sie wirkt oder zumindest hilft. Dem Laien kann es also egal sein, was der Osteopath macht, Hauptsache ihm wird geholfen, egal ob aufgrund medizinischer Wirksamkeiten oder aufgrund von Placebo-Effekten. Doch so plakativ einfach darf die Angelegenheit nicht betrachtet werden, denn es geht um "Gesundheit", vielleicht dem dritthöchsten gesellschaftlichen und persönlichen Wert nach "Freiheit" und "Unabhängigkeit". Man stelle sich nur einmal die Konsequenzen vor, wenn Herr Heinrich Himmler seine Neue Deutsche Heilkunde zur Volksmedizin hätte etablieren können?! Wahrscheinlich müsste dann jedes Kind erstmal hunderte von homöopathischen Mittelchen schlucken, egal ob sie helfen oder nicht, der Ideologie sei es geschuldet! Der Vergleich ist angemessen. Warum? Auch die Homöopathie - wie viele andere sogenannte komplementär- oder alternativmedizinische Methoden, eben auch die Osteopathie - sieht sich selbst gerne als ideale Ergänzung zu etablierten, schulmedizinischen Verfahren und Methoden. Genau aber das wollten die Nazis auch. Eine Verquickung von Naturmedizin und Schulmedizin, allerdings mit dem Schwerpunkt auf der Naturmedizin ruhend, denn diese war u.a. viel kostengünstiger und, gemäss der menschenverachtenden und vernichtenden Propaganda der Nazis, die damalige Schulmedizin von "Juden durchseucht". {Ich entschuldige mich für diesen Ausdruck, der lediglich die Sprachweise in der damaligen Zeit wiedergeben soll - Anm. des Blogautors}. Aktuell vergleiche man die populäre TCM in China. Diese Art der Behandlung können sich auch viele Arme leisten. In Indien gibt es unzählige Ärzte, die Homöopathika für eine verarmte Bevölkerung verschreiben. Die Reichen gehen lieber ins Krankenhaus oder fliegen gleich ins Ausland. Und in Deutschland? Da gehen die Reichen sehr gerne zum chinesischen Heilpraktiker, lassen sich Nädelchen stechen und Kräuterchen verschreiben und bezahlen alles selbst. Menschen aus sozialschwachen Haushalten dagegenkönnen sich das nicht leisten und sind darum gänzlich auf die Segen der Schulmedizin angewiesen. Verrückte Welt!

"Man muss das Übel an der Wurzel packen.... und dann samt Stiel und Wurzeln ausreissen...."

Das Konzept der Osteopathie fußt auf der Annahme, dass es einen von Herzschlag und Atemrhythmus unabhängigen, pulsierenden Rhythmus im Körper gibt, den sogenannten CSR oder Craniosacralen Rhythmus oder Liquorpuls, den nur ein geschulter Therapeut wahrnehmen, bewerten und anschliessend mit entsprechenden ausgeklügelten, besonderen Techniken behandeln kann. Zum Vergleich: den Atemrhythmus kann jeder an sich selbst und an anderen wahrnehmen, genauso den Herzschlag und Puls.
Wohlgemerkt handelt es sich beim CSR lediglich um eine Annahme und nicht um eine medizinische Tatsache. Diesen Ursprung der Osteopathie darf man nicht einfach so überspringen oder ausblenden, weil man sehr leicht durch das darauf aufbauende Behandlungs-Konzept geblendet wird, denn dieses hat sich fest mit allen dienlichen physiologischen und anatomischen Fakten (nicht Annahmen!) verwoben und ist von diesem Standpunkt aus nicht mehr zu überblicken (siehe die Analogie zu Scientology). Die Osteopathie hat sich wie ein Parasit dieses Wissens bedient und daraus ein wasserdichtes Konzept entwickelt. Man behalte im Hinterkopf, dass die Osteopathie als Ablehnung der damaligen etablierten Medizin in den USA nach dem Bürgerkrieg in den 1860-ziger Jahren entstand. Heute nun bedient sie sich wie selbstverständlich der Anatomie und Physiologie ohne allerdings selbst hierzu etwas beizutragen. {Weshalb der Begriff "Parasit" absichtlich so gewählt wurde - Anm. des Blogautors}.

"Der Glaube ist stärker als Wissen und der Unglaube an Unwissen ist noch stärker"

Wegweisend haben Steve E. Hartmann und James M. Norton im Jahr 2002 in einer Übersichtsarbeit (engl. "Review") ein kleine Anzahl von Studien untersucht, in denen der CSR Untersuchungsgegenstand war. Das Ergebnis dieser Studie war für die Osteopathie erschütternd! Es gab keine diagnostische Zuverlässigkeit, d.h. die Ergebnisse aus den Untersuchungen beruhten auf Zufall (bzw. Einbildung), bis auf die Ergebnisse des Dr. Upledger (†). Über die "besonderen" Methoden des Dr. Upledger (†) siehe meinen separaten Blogbeitrag hier.  Bemerkenswert ist, dass Dr. Hartmann nach eigenen Angaben über 20 Jahre an einem osteopathischen College an der Universität von Neuengland / USA  als Anatom beschäftigt war und aufgrund seiner Forschung die Osteopathie kritisch hinterfragt hat; siehe hier seine Publikation zum "Schicksal der Osteopathie" aus dem Jahr 2006, das er klar benennt. Dr. Hartmann beklagt, dass viele seiner Dozenten-Kollegen zwar die intellektuelle Treue an den CSR-Mechanismus verwerfen und abweisen, ihn aber weiterhin als Metapher benutzen, um damit unterrichten zu können. {Das ist reiner Selbsterhaltungstrieb, denn wenn diese Kollegen nach den medizinischen und wissenschaftlichen Fakten handeln würden, wären sie vermutlich arbeitslos und das College könnte dicht machen - Anmerkung des Blogautors}.

Es grüsst der Thetan

Auch nach Auswertung aus anderen, späteren Studien zum CSR war die einzige valide = gültige Schlussfolgerung, dass alle Tast-Ergebnisse den CSR betreffend ausschliesslich auf Zufall beruhten, siehe hier und hier, denn jeder Osteopath nahm bei dem jeweiligen Probanden einen anderen CSR wahr, als der Kollege. Die Wissenschaftler lassen verlauten, dass der CSR weder "reliable" = zuverlässig noch "consistent" = stabil, gleich ist. Die Behauptung vieler Osteopathen, dass der CSR sich schon bei der kleinsten Berührung verändern könne und zudem auf die Intentionen des Behandlers reagieren würde, entbehrt jeglicher plausiblen, rationalen und biologischen Grundlage! Nach Behauptung dieser Osteopathen könnte man meinen, dass der CSR eine unabhängige Entität in unseren Körper wäre. Das wiederum erinnert an den Tethanen, der den Körper kontrolliert und durch die Methoden von Scientology z.B. "Auditing" befreit werden muss. Der Kreis dieses Blogbeitrag schliesst sich an dieser Stelle.












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